"Bacterium" compilation CD OUT.

Adeptsound announce the first Adeptsound compilation CD "Bacterium" has finally emerged from the manufacturer after several delays. The high calibre of artists involved makes this a rewarding and intriguing listen.

 

 

 

 



ERDINNENFLÄCHE #2   DANKE.BITTE.

 

 

 

 




COLUMN ONE: PRÄSIDENT DER SONNE out now.

The new album from Column One is out now on Moloko Plus. Entitled PRÄSIDENT DER SONNE, the album is 80 minutes long and contains 10 new or unreleased tracks from 2000-2010. You can order the album here & get some more information. Limited & numbered edition of 500 copies, digipack, including a 24page booklet.
distribution: Clearspot(NL), A-Musik(Germany), DroneRecords(Germany), BimboTower(France), TouretteRec(US), Tochnit Aleph(germany), Nuit et Brulliard(France), Nevryt(poland), Beta Lactam(US) etc...

 

 

 

 

 






INNENFLÄCHE

PRÄSIDENT DER SONNE studio in Berlin with objects by Tom Platt & something growing on the floor. we have to leave berlin as soon as we can.

 

 

 

 

 

COMPILATION TRACKS

COLUMN ONE has completed three new tracks for the following upcoming compilations.

V/A double CD RECORD LABEL RECORDS +#<>#+
featuring. Farmers Manual, Contagious Orgasm, John Wiese, Nommo Ogo, Fluorescent Grey etc.
BACTERIUM compilation CD
ADEPTSOUND +#<>#+
featuring. Cheapmachines, DDAA, Josef Nadek, Mnem, N.Strahl.N, Praying For Oblivion, Schuster,
The Psychogeographical Commission, Dieter Müh
FREE MP3 compilation for the COLLECTIVE KATABATIK +#<>#+

 

 

 

COLUMN ONE Feldaufnahmen I (Auf Abwegen 2009)
von Daniel Novak (Danke.)


Seit 1991 stehen Column One für sperrige, teils selbst für PostIndustrialverhältnisse extrem abgedrehte Klänge und ebenso schrille bis verstörende Auftritte. Nicht selten reagiert das Publikum während einer Darbietung völlig überfordert und bisweilen ist sogar der gerne benutzte Begriff „Kunstscheiße“ zu hören. Ob Column One nun brillante, der Burroughschen „Cut Up“-Methode verhaftete Verrückte oder überambitionierte Spinner sind, soll der Zuhörer für sich selbst beantworten und bei letzterem tunlichst einen Bogen um diese Truppe machen, und aufhören, den begeisterteren Zuhörern mit seinen Zwischenrufen das Konzert zu vermiesen. Soviel dazu. Column One stehen für sich und auch nur für sich, es kann davon ausgegangen werden das es bei ihrem künstlerischen Output in keiner Sekunde darum geht, den Zuschauer irgendwie zu unterhalten oder mit plakativen Botschaften zu traktieren.

Auf ihrer neuesten CD zeigen sie sich von einer sehr ungewöhnliche Seite. Dominierten früher eher elektronisch wirkende, teils perkussive und stark unterkühlte Elemente ihre Collagen, so bekommt es der Zuhörer hier, wie es der Name verspricht, ausschließlich mit Feldaufnahmen zu tun. Laut Booklet wurden diese Geräuschschnipsel auch nur minimal nachbearbeitet. Es handelt sich hier quasi um ein Landschaftsportrait des Polenztals in der Nähe des Elbsandsteingebirges. Selbst die Orte, an denen die einzelnen Aufnahmen entstanden, sind auf einer Karte eingezeichnet, was dieses Album durch und durch zu einer Dokumentation statt einer erdachten, arrangierten und artifiziellen Toncollage macht, wie sie sonst eigentlich üblich sind. Selbst Konzeptalben mit Feldaufnahmen streuen meist noch synthetische Geräusche ein, um zusätzliche Spannung zu erzeugen. Einzig der „Shipwreck Radio“ Zyklus von Nurse with Wound kommt einem hierbei noch in den Sinn, allerdings handelte es sich bei jenem um ein schlaffes, unkreatives Machwerk. Auch bei diesem Tonträger wäre es ein Leichtes, ein schnelles und harsches Urteil zu fällen. Dennoch, auch wenn fraglich bleibt, inwieweit hier wirklich Kreativität im Spiel war, strahlen die Aufnahmen eine einfache und unaufdringliche Schönheit aus. Der Zuhörer wird gezwungen sich ganz den Geräuschen zu widmen, die er im Alltag gerade aufgrund ihrer Gewöhnlichkeit schlicht überhören würde. Schritte, Hundebellen, das Fließen eines Baches und das Surren verschiedenster Insekte. Eine absolut radikale Rückbesinnung auf die Musik und Harmonie unserer Natur.

Ein fragiles, aber sehr kraftvolles Werk, das einen dazu animiert, das eigene Gehör zu schärfen, um in Zukunft die paradoxen Situation zu vermeiden, die klangliche Ästhetik des eigenen Umfelds erst auf einem digitalen Tonträger zu bemerken. Kurios, dass ungefilterte Natürlichkeit als abstrakter wahrgenommen wird als künstliches Geräusch.

 


                NEWS ARCHIVE.   2009